1+1 gratis*Herbst-DealAuf alle Produkte und Sets*außer Geschenkbox

Kostenloser Versand ab 75 €

Dermatologisch getestet

14 Tage Widerrufsrecht

Bis zu 12 Stunden trocken, Tag und Nacht

Baden

Das erste Bad: Wann darf ein Neugeborenes baden?

DVDavid van der Velden14 Min. Lesezeit
Das erste Bad: Wann darf ein Neugeborenes baden?

Das Baby ist da, alle sind erschöpft und glücklich, und irgendwann kommt die Frage: Muss es jetzt eigentlich gebadet werden?

Viele Eltern haben noch Bilder im Kopf, auf denen Neugeborene gleich nach der Geburt in eine Wanne kommen. Heute sieht das anders aus.

Die kurze Antwort: Das erste Bad muss nicht unmittelbar nach der Geburt stattfinden. Es kann sogar sinnvoll sein, damit zu warten. In den ersten Stunden stellt sich dein Baby auf das Leben außerhalb des Bauches um, und vor allem seine Körpertemperatur braucht Zeit, um sich einzupendeln. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für gesunde, reif geborene Babys, das erste Bad um mindestens 24 Stunden zu verschieben.

Wann genau der richtige Zeitpunkt für dein Kind ist, hängt von seinem Zustand, von den Umständen der Geburt und von den Abläufen deiner Klinik oder Hebamme ab. Eine starre Frist für alle Neugeborenen gibt es nicht. In diesem Ratgeber erfährst du, warum Warten sinnvoll sein kann, wie du das erste Bad vorbereitest und worauf du bei Nabelschnurrest und Käseschmiere achten solltest.

Wann darf ein Neugeborenes zum ersten Mal baden?

Ein gesundes, reif geborenes Baby braucht direkt nach der Geburt kein Bad. In der Regel ist es sauber genug, und Fruchtwasser- oder Blutreste lassen sich bei Bedarf sanft abtupfen.

Die WHO hat in ihren Empfehlungen zur Versorgung nach der Geburt von 2022 festgehalten, dass das erste Bad bei gesunden, reifen Neugeborenen um mindestens 24 Stunden nach der Geburt verschoben werden sollte. Die Gewissheit der zugrunde liegenden Studienlage stuft die WHO selbst als niedrig ein. Die Expertengruppe fand außerdem keine Belege dafür, dass ein frühes Bad aus besonderen Gründen nötig ist, etwa wenn das Baby mit Mekonium (dem ersten Stuhl) in Kontakt gekommen ist.

Diese Leitlinie gilt weltweit für Kliniken und Hausgeburten in ganz unterschiedlichen Gesundheitssystemen. Sie ist keine verbindliche Vorgabe für deutsche Kliniken. Viele Geburtsstationen in Deutschland baden Neugeborene ohnehin nicht routinemäßig in den ersten Stunden, die Abläufe unterscheiden sich aber von Haus zu Haus. Frag am besten schon vor der Geburt nach, wie deine Klinik das handhabt.

Für Frühgeborene, Babys mit niedrigem Geburtsgewicht oder Kinder, die nach der Geburt medizinisch betreut werden müssen, gelten eigene Abläufe. Hier entscheidet das Team auf der Station, wann und wie das Baby gewaschen wird.

Baden ist nicht dasselbe wie Reinigen. Auch wenn das erste Bad noch wartet, darfst du dein Baby natürlich sauber machen. Gesicht, Hände, Hautfalten und den Windelbereich kannst du jederzeit mit lauwarmem Wasser und einem weichen Waschlappen oder Wattepad reinigen. Für die ersten Tage und Wochen reicht das völlig aus.

Warum es sinnvoll sein kann, mit dem ersten Bad zu warten

Die Körpertemperatur des Babys

Neugeborene können ihre Körpertemperatur noch nicht so zuverlässig halten wie ältere Kinder. Sie haben im Verhältnis zu ihrem Gewicht viel Hautoberfläche und verlieren dadurch schnell Wärme, vor allem wenn sie nass sind. Ein Bad bedeutet Verdunstungskälte, sobald das Baby aus dem Wasser kommt.

Die WHO-Expertengruppe betont deshalb, dass beim Baden alles getan werden sollte, um Wärmeverlust zu vermeiden: eine warme Umgebung, sofortiges Abtrocknen, passende Kleidung mit ein bis zwei Lagen mehr als bei Erwachsenen, eine Mütze und möglichst keine Trennung von Mutter und Kind. Ein gut vorbereitetes Bad in einem warmen Raum ist für ein stabiles Baby kein Problem. Ein überstürztes Bad in einem kühlen Kreißsaal kann dagegen zu Auskühlung beitragen.

Die Käseschmiere schützt die Haut

Viele Babys kommen mit einer weißlichen, cremigen Schicht auf der Haut zur Welt. Das ist die Käseschmiere, in der Fachsprache Vernix caseosa. Sie besteht vor allem aus Wasser, Hautfetten und abgeschilferten Hautzellen und hat die Haut im Fruchtwasser vor dem Aufweichen geschützt.

Auch nach der Geburt hat sie Aufgaben. Laut DocCheck Flexikon hilft sie, Wärme- und Feuchtigkeitsverlust zu verringern, und sie enthält Stoffe mit antimikrobieller Wirkung. Wie viel Käseschmiere ein Baby hat, ist sehr unterschiedlich. Manche sind fast ganz bedeckt, andere haben nur Reste in den Hautfalten.

Du musst die Käseschmiere nicht entfernen. Sie zieht innerhalb weniger Tage von selbst in die Haut ein oder löst sich. Dicke Reste in Hautfalten kannst du vorsichtig mit einem feuchten Tuch abtupfen, aber bitte nicht abrubbeln. Gleichzeitig ist die Käseschmiere kein Wundermittel. Sie muss nicht um jeden Preis auf der Haut bleiben, und sie verhindert auch nicht jedes spätere Hautproblem.

Ruhe, Bindung und Stillbeginn

Die ersten Stunden nach der Geburt sind für viele Familien etwas Besonderes. Haut-an-Haut-Kontakt wärmt das Baby, beruhigt es und erleichtert vielen Babys den Start beim Stillen. Ein Bad unterbricht diese Zeit, ohne dass es medizinisch nötig wäre.

Das heißt nicht, dass Baden schädlich ist. Es geht nur darum, in den ersten Stunden Prioritäten zu setzen: Wärme, Nähe und die erste Mahlzeit kommen vor der Wanne. Das Bad läuft nicht weg.

Was ist vor dem ersten Bad wichtig?

Ist das Baby bereit für sein erstes Bad?

Dein Baby sollte warm, rosig und munter wirken und gut trinken. Es sollte keine Atemprobleme haben und nicht auffällig schlapp oder krank aussehen. Wenn die Hebamme oder die Kinderarztpraxis gerade etwas beobachtet, etwa beim Nabel oder bei der Haut, frag nach, ob Baden schon passt.

Frühgeborene, Babys mit niedrigem Geburtsgewicht, gesundheitlich instabile Neugeborene und Kinder mit besonderen medizinischen Bedürfnissen werden individuell betreut. Für sie gibt es keine allgemeine Badeanleitung. Halte dich hier an das, was das Team in der Klinik oder deine Hebamme mit dir bespricht.

Was wird für das erste Bad benötigt?

Die Ausstattung ist überschaubar. Wichtig ist vor allem, dass alles bereitliegt, bevor dein Baby ins Wasser kommt.

Benötigt Wofür? Worauf achten?
Saubere Babybadewanne oder Badeeimer Sicheres, flaches Bad Stabiler, rutschfester Stand; bequeme Arbeitshöhe für dich
Warmes, zugfreies Badezimmer Schutz vor Auskühlung Fenster und Türen schließen, Raum vorab aufheizen
Weiches Handtuch (gern mit Kapuze) Direkt nach dem Bad einwickeln Griffbereit neben der Wanne, ggf. vorgewärmt
Frische Windel und saubere Kleidung Baby schnell wieder warm anziehen In der Reihenfolge hinlegen, in der du sie brauchst
Weicher Waschlappen Gesicht und Hautfalten säubern Nur für dieses Kind, regelmäßig waschen
Badethermometer Wassertemperatur prüfen Vor dem Hineinsetzen messen und Wasser gut durchmischen
Mildes Reinigungsprodukt (nur falls nötig) Hartnäckige Verschmutzung Für Neugeborene geeignet, parfümfrei, sehr sparsam

Für ein kurzes erstes Bad brauchen die meisten gesunden Neugeborenen keine speziellen Pflegeprodukte. Klares, lauwarmes Wasser reicht in der Regel. Badezusätze, Schaumbäder oder Öle kannst du weglassen.

Welche Pflegeartikel du für die ersten Wochen sonst wirklich brauchst, zeigt unsere Checkliste zur Erstausstattung Pflege.

Welche Wassertemperatur ist richtig?

Das Badewasser sollte körperwarm sein. Das BIÖG nennt 36 bis 37 °C und rät, lieber etwas kühler als zu warm zu baden. Das Badezimmer sollte mindestens 23 °C warm sein.

Verlass dich bei der Wassertemperatur nicht nur auf dein Gefühl. Deine Hände sind oft an heißeres Wasser gewöhnt als die Haut deines Babys. Am zuverlässigsten ist ein Badethermometer. Hast du gerade keins, prüf das Wasser zusätzlich mit dem Ellenbogen oder der Innenseite des Handgelenks und rühre es gut um, damit keine heißen Stellen bleiben. Lass zuerst kaltes und dann warmes Wasser einlaufen, und füll nie heißes Wasser nach, während dein Baby in der Wanne liegt.

Das erste Bad Schritt für Schritt

Diese Anleitung kannst du dir ausdrucken oder vorher einmal durchlesen. Beim ersten Mal ist es oft hilfreich, wenn eine zweite Person dabei ist.

1. Alles vorbereiten

  • Handtuch, Windel und Kleidung griffbereit hinlegen, in der Reihenfolge, in der du sie brauchst.
  • Badewanne sicher und auf bequemer Höhe aufstellen, Wasser einlassen.
  • Raumtemperatur und Wassertemperatur prüfen.
  • Erst anfangen, wenn wirklich alles bereitliegt.

Wähle einen Moment, in dem dein Baby wach und zufrieden ist. Direkt nach dem Stillen oder wenn es sehr hungrig oder müde ist, klappt es meist weniger gut.

2. Das Baby behutsam ins Wasser bringen

Zieh dein Baby aus und lass es langsam, mit den Füßen zuerst, ins Wasser gleiten. Kopf und Nacken liegen dabei sicher auf deinem Unterarm, deine Hand hält den Oberarm deines Babys. So hast du einen festen Griff, und der Kopf bleibt über Wasser. Mit der freien Hand wäschst du.

Sprich ruhig mit deinem Baby. Deine Stimme gibt ihm Sicherheit, gerade wenn das Wasser noch ungewohnt ist.

3. Sanft reinigen

  • Das Gesicht mit klarem Wasser und einem weichen Waschlappen vorsichtig abtupfen.
  • Den Körper behutsam mit der Hand oder dem Waschlappen waschen, ohne zu reiben.
  • Hautfalten an Hals, Achseln und Leisten bei Bedarf vorsichtig säubern.
  • Auf parfümierte Produkte und unnötige Reinigungsmittel verzichten.
  • Käseschmiere-Reste nicht abschrubben.

Die Haare kannst du zum Schluss mit klarem Wasser benetzen, damit der Kopf nicht zu früh auskühlt.

4. Das Bad kurz halten

Das erste Bad darf kurz sein. Das BIÖG hält für Babys fünf bis zehn Minuten für ausreichend. Beim allerersten Mal können auch wenige Minuten genügen.

Nimm dein Baby jederzeit aus dem Wasser, wenn es deutlich friert, zittert, sehr unruhig wird oder du dich unsicher fühlst. Ein abgebrochenes Bad ist kein gescheitertes Bad.

5. Das Baby vorsichtig abtrocknen

  • Dein Baby direkt nach dem Bad in das bereitliegende Handtuch wickeln.
  • Die Haut sanft trocken tupfen statt rubbeln.
  • Hautfalten, die Haut hinter den Ohren und den Nabelbereich gut trocknen.
  • Windel anlegen, anziehen und dein Baby warm halten. Eine dünne Mütze kann in den ersten Tagen helfen.

Das erste Bad bei noch vorhandener Nabelschnur

Nach der Geburt bleibt ein kleiner Rest der Nabelschnur am Bauch. Er trocknet ein, wird dunkel und fällt laut kindergesundheit-info.de meist innerhalb der ersten zwei Wochen ab. Viele Eltern fragen sich, ob ihr Baby in dieser Zeit überhaupt baden darf.

Die Empfehlungen dazu sind nicht einheitlich. Manche Ratgeber raten, mit dem ersten richtigen Bad zu warten, bis der Nabel abgefallen und abgeheilt ist. Das BIÖG schreibt dagegen, dass du dein Baby auch vorher baden kannst, solange keine Zeichen einer Entzündung zu sehen sind. Waschen mit dem Waschlappen reicht in dieser Zeit aber völlig aus. Sprich am besten mit deiner Hebamme ab, was sie in eurem Fall empfiehlt.

So hältst du den Nabelbereich sauber und trocken:

  • Vor jeder Nabelpflege gründlich die Hände waschen.
  • Den Nabel nur bei Verschmutzung mit klarem, handwarmem Wasser reinigen und danach sanft trocken tupfen.
  • Die Windel unterhalb des Nabels schließen, damit er an der Luft trocknen kann und nicht scheuert.
  • Eine eventuell noch vorhandene Nabelklemme mit einer luftdurchlässigen Kompresse abpolstern, wenn deine Hebamme das empfiehlt.
  • Nach einem Bad den Nabel besonders gründlich trocken tupfen.

Zieh nie am Nabelschnurrest und versuch nicht, ihn selbst zu entfernen, auch wenn er nur noch an einem Faden hängt. Er löst sich von allein.

Achte auf Warnzeichen, die auf eine Entzündung hinweisen können:

  • eine Rötung, die sich um den Nabel herum ausbreitet
  • Schwellung oder Wärme der umgebenden Haut
  • Eiter, nässende Absonderungen oder ein unangenehmer Geruch
  • Blutungen, die nicht schnell aufhören
  • Fieber, Trinkschwäche oder ein Baby, das deutlich schlapper wirkt als sonst

Bei solchen Zeichen informierst du zeitnah deine Hebamme oder die Kinderarztpraxis. Wirkt dein Baby insgesamt krank, warte nicht ab.

Wie oft sollte ein Neugeborenes nach dem ersten Bad gebadet werden?

Ein Neugeborenes muss nicht jeden Tag gebadet werden. Das BIÖG hält ein- bis zweimal pro Woche für mehr als genug. Andere Fachquellen nennen zwei bis drei Bäder pro Woche. Der NHS sieht es pragmatisch: Wenn dein Baby das Baden sehr genießt, spricht auch nichts gegen häufigeres Baden. Diese Spanne zeigt, dass es keine feste Regel gibt.

Orientier dich an der Haut deines Babys und an eurem Alltag. Bleibt die Haut weich und unauffällig, passt der Rhythmus. Wird sie trocken oder gereizt, badest du seltener und kürzer. Häufiges oder langes Baden kann die Haut austrocknen, weil Wasser die natürlichen Hautfette auswäscht.

Klares Wasser reicht für die meisten Bäder. Ein mildes, parfümfreies Reinigungsprodukt kann sinnvoll sein, wenn sich Verschmutzungen mit Wasser allein nicht lösen lassen. Nach einem größeren Windelmalheur musst du nicht das ganze Baby baden. Es reicht oft, den betroffenen Bereich gezielt zu waschen. An den Tagen ohne Bad reinigst du Gesicht, Hände, Halsfalten und den Windelbereich mit Wasser und Waschlappen.

Unterwegs, wenn kein Wasser zur Hand ist, greifen viele Eltern zu Feuchttüchern. Worauf du bei den Inhaltsstoffen achten kannst, liest du in Feuchttücher mit 99 % Wasser: Was bedeutet das wirklich?

Braucht ein Neugeborenes nach dem Baden Creme oder Öl?

Nicht unbedingt. Viele Neugeborene haben in den ersten Tagen leicht schuppige oder sich schälende Haut, vor allem an Händen und Füßen. Das ist meist eine normale Anpassung und kein Zeichen, dass Creme fehlt.

Zu unterscheiden sind drei Situationen:

  • Normale Haut: weich, nicht gerötet. Sie braucht nach dem Bad keine Creme.
  • Vorübergehend trockene Haut: rau oder leicht schuppig an einzelnen Stellen. Hier kann eine dünne Schicht einer unparfümierten, für Neugeborene geeigneten Creme helfen.
  • Auffällige Haut: stark gerötet, rissig, nässend oder juckend. Das solltest du ärztlich abklären lassen, statt selbst Produkte auszuprobieren.

Nicht jedes Baby braucht nach jedem Bad eine Creme. Manche Hebammen und Kliniken raten sogar, im ersten Lebensmonat ganz auf Öle und Lotionen zu verzichten. Willst du etwas verwenden, achte auf wenige Inhaltsstoffe und keine Duftstoffe. Unparfümierte Produkte sind bei empfindlicher Babyhaut häufig die bessere Wahl.

Der Hinweis „für Babys“ oder „natürlich“ garantiert nicht, dass ein Produkt für dein Kind gut verträglich ist. Auch pflanzliche Inhaltsstoffe können Reizungen auslösen. Ätherische Öle gehören nicht an Neugeborenenhaut: Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt, dass Säuglinge sehr empfindlich darauf reagieren und Stoffe wie Kampfer oder Menthol für sie generell nicht geeignet sind. Auch Hausmittel aus dem Internet solltest du nicht ungeprüft anwenden. Salben oder Cremes mit Wirkstoffen verwendest du nur nach Rücksprache mit Hebamme, Kinderarztpraxis oder Apotheke.

Häufige Fehler beim ersten Babybad

Beim ersten Bad sind fast alle Eltern ein bisschen nervös. Kleine Pannen gehören dazu. Diese Punkte helfen dir, die typischen Stolperfallen zu umgehen.

Fehler So machst du es besser
Das Baby direkt nach der Geburt ohne medizinischen Grund baden Erst Wärme, Nähe und Stillen; das Bad kann warten
Das Badewasser nicht prüfen Immer mit Badethermometer messen und gut durchmischen
Handtuch, Windel oder Kleidung erst danach suchen Alles vorher in Reichweite legen
Das Baby kurz allein im Wasser lassen Nie, auch nicht für Sekunden; bei Bedarf Baby mitnehmen
Zu heißes Wasser verwenden Körperwarm baden, lieber etwas kühler als zu warm
Zu lange baden Kurz halten, beim ersten Mal reichen wenige Minuten
Die Haut kräftig trocken rubbeln Sanft tupfen, Falten gezielt trocknen
Die Käseschmiere gewaltsam entfernen Einziehen lassen, dicke Reste höchstens vorsichtig abtupfen
Zu viele Pflegeprodukte verwenden Klares Wasser reicht meistens
Das Baby nach dem Bad nicht warm genug halten Sofort einwickeln, zügig anziehen, eventuell Mütze aufsetzen

Besonders wichtiger Sicherheitshinweis: Ein Neugeborenes darf niemals unbeaufsichtigt im Wasser bleiben, auch nicht für wenige Sekunden und auch nicht bei sehr wenig Wasser. Babys können schon in wenigen Zentimetern Wasser lautlos ertrinken. Leg alles, was du brauchst, vorher bereit und halte dein Baby die ganze Zeit mit einer Hand sicher fest. Klingelt es an der Tür, fehlt etwas oder brauchst du Hilfe, nimm dein Baby zuerst aus dem Wasser und wickle es in ein Handtuch. Der NHS rät außerdem von Badesitzen ab, weil sie kippen oder sich lösen können.

Wann sollte das Baden verschoben oder medizinischer Rat eingeholt werden?

Ist dein Baby nicht gesund oder braucht es besondere medizinische Betreuung, solltest du das erste Bad mit dem behandelnden Team oder deiner Hebamme abstimmen. Eine allgemeine Anleitung wie diese ersetzt dann keine individuelle Beratung.

Verschiebe das Bad und hol dir Rat, wenn:

  • dein Baby sich ungewöhnlich kühl anfühlt, auffällig schläfrig ist oder krank wirkt,
  • es Probleme mit der Atmung hat oder schlecht trinkt,
  • der Nabelbereich gerötet, geschwollen oder nässend ist oder unangenehm riecht,
  • die Haut stark entzündet ist, nässt oder sich ungewöhnlich verändert,
  • dein Baby zu früh geboren wurde oder besondere medizinische Betreuung braucht.

Wichtige Sicherheitsinformation: Bei einem Baby unter drei Monaten gilt eine Körpertemperatur von 38 °C oder mehr als dringender Anlass für eine sofortige medizinische Abklärung. So stuft es auch der NHS ein. Bei Atemproblemen, ausgeprägter Teilnahmslosigkeit oder einer akuten Verschlechterung brauchst du sofort medizinische Hilfe. Im Notfall wählst du die 112.

Diese Zeichen lassen keine Diagnose zu, sie sagen nur: Jemand mit Fachwissen sollte sich dein Baby anschauen. Bist du unsicher, ruf deine Hebamme oder die Kinderarztpraxis an. Außerhalb der Sprechzeiten erreichst du den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Das erste Bad darf in Ruhe stattfinden

Das Wichtigste in wenigen Sätzen: Das erste Bad muss nicht direkt nach der Geburt stattfinden. Wann der richtige Zeitpunkt ist, hängt vom Zustand deines Babys und den Empfehlungen deiner Klinik oder Hebamme ab. Entscheidend sind eine gute Vorbereitung, körperwarmes Wasser und dass du dein Baby keinen Moment allein lässt. Sanfte Reinigung und wenige Pflegeprodukte reichen meistens. Bei Frühgeborenen oder gesundheitlichen Besonderheiten beziehst du die betreuenden Fachpersonen ein.

Und vor allem: Das erste Bad muss kein perfektes Ritual sein. Vielleicht weint dein Baby, vielleicht seid ihr nach drei Minuten fertig. Das ist in Ordnung. Wärme, Sicherheit und ein behutsamer Umgang zählen mehr als jeder Ablauf aus dem Ratgeber.

Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche oder Hebammenberatung. Bei Fragen zur Gesundheit deines Neugeborenen wende dich an deine Hebamme oder Kinderarztpraxis.

Häufige Fragen

Bei einem gesunden, reif geborenen Baby empfiehlt die WHO, das erste Bad um mindestens 24 Stunden nach der Geburt zu verschieben. Danach ist ein kurzes Bad in warmer Umgebung möglich, sobald das Baby stabil und warm ist. Den genauen Zeitpunkt stimmst du am besten mit deiner Klinik oder Hebamme ab.

Nein. Ein Bad direkt nach der Geburt ist medizinisch nicht nötig. Reste von Fruchtwasser oder Blut lassen sich bei Bedarf sanft abtupfen. Wichtiger sind in dieser Zeit Wärme, Haut-an-Haut-Kontakt und das erste Anlegen.

Neugeborene kühlen leicht aus, weil sie ihre Körpertemperatur noch nicht zuverlässig halten. Außerdem schützt die Käseschmiere die Haut in den ersten Tagen, und die erste Zeit nach der Geburt gehört Nähe und Stillen. Ein späteres Bad lässt sich ruhiger und besser vorbereitet durchführen.

Das kommt darauf an. Laut BIÖG ist ein Bad auch vor dem Abfallen des Nabelschnurrests möglich, wenn keine Entzündungszeichen zu sehen sind. Waschen mit dem Waschlappen reicht in dieser Zeit aber völlig aus. Nach einem Bad den Nabel gut trocken tupfen und im Zweifel die Hebamme fragen.

Körperwarm, also etwa 36 bis 37 °C, wie es das BIÖG empfiehlt. Miss die Temperatur mit einem Badethermometer und misch das Wasser gut durch. Der Raum sollte mindestens 23 °C warm sein.

Kurz. Fünf bis zehn Minuten gelten für Babys als ausreichend, beim ersten Bad reichen auch ein paar Minuten. Friert dein Baby oder wird es sehr unruhig, beendest du das Bad.

In der Regel nicht. Für ein gesundes Neugeborenes genügt klares, lauwarmes Wasser. Wichtiger als Produkte sind ein warmer Raum, ein Badethermometer, ein weiches Handtuch und frische Kleidung.

Nein, nicht routinemäßig. Normale, weiche Haut braucht nach dem Bad keine Creme. Bei einzelnen trockenen Stellen kann eine dünne Schicht einer unparfümierten, für Neugeborene geeigneten Creme helfen. Auffällige Haut solltest du ärztlich anschauen lassen.

Ein- bis zweimal pro Woche reicht laut BIÖG aus, andere Quellen nennen zwei bis drei Bäder. Tägliches Baden ist nicht nötig. Dazwischen reinigst du Gesicht, Hände, Hautfalten und Windelbereich mit Wasser.

Prüf zuerst, ob dem Baby kalt ist, ob das Wasser die richtige Temperatur hat und ob es hungrig oder müde ist. Sprich ruhig mit ihm, halte es sicher und lass es langsam ins Wasser gleiten. Weint es weiter, nimm es heraus, wickle es warm ein und versuch es an einem anderen Tag. Manche Babys mögen es auch, gemeinsam mit einem Elternteil zu baden.

Ja, Käseschmiere ist kein Hinderungsgrund. Sie muss vorher nicht entfernt werden. Beim Baden wäschst du sie nicht ab, sondern lässt sie einziehen. Dicke Reste in Hautfalten tupfst du höchstens vorsichtig ab.

Bei Frühgeborenen entscheidet das betreuende Team, wann und wie gebadet oder gewaschen wird. Ihre Haut ist noch unreifer, und sie kühlen schneller aus. Lass dir das erste Bad auf der Station oder von deiner Hebamme zeigen, bevor du es zu Hause allein machst.

Wöchentliche Hauttipps, direkt in dein Postfach

Praktische Tipps für empfindliche Babyhaut, einmal pro Woche. Kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Die komplette Routine

Shop, was in diesem Artikel vorkommt

Alle Produkte ansehen →